Piraten

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Piratenwochenende am Knock

Bereits im Frühjahr begannen die Vorbereitungen für das diesjährige Wochenende der katholischen Jugend aus Stadtsteinach. "Piraten" sollte das Motto in diesem Jahr lauten.

Am Freitag, den 4.September ging es los. Die 15 Teilnehmer machten sich am späten Nachmittag auf den Weg zum Haus am Knock in Teuschnitz. Nach einer doch erstaunlich kurzen Fahrt, kamen wir dort an und bezogen erstmal unsere Zimmer. Nach dem Eingewöhnen hörten wir uns eine "kurze" Belehrung über die Regeln des Hauses an. Danach gab es als Abendessen gebackene Camembert-Brötchen, von denen natürlich keines übrig blieb. Piraten müssen sich ja für das Leben an Bord und die vielen Schlachten :-) stärken.

Nachdem sich jeder satt gegessen hatte, bekam erst einmal ein jeder Pirat seinen eigenen Namen für das Wochenende. So wurde zum Beispiel unser Pastoralreferent Klaus Oberkofler kurzerhand in Ephraim Langstrumpf umbenannt.

Jetzt konnte es also richtig losgehen. Das Ziel im Leben eines jeden Piraten war einen Schatz zu finden und das sollte auch gleich das erste Spiel werden. Die 15 Seeräuber wurden in 4 Gruppen eingeteilt und es war die Aufgabe einer jeden Gruppe Buchstaben zu sammeln, um am Ende einen Satz daraus zu bilden, der sie zu dem geheimnisvollen Schatz führen sollte. Mit verschiedenen Spielen und Rätseln konnten Buchstaben gewonnen werden. Es gab Denkaufgaben, sportliche Spiele wie Muschelsprung oder Kokosball, aber auch Gemeinschaftsaufgaben, wie das Bauen eines Floßes oder eines Papierschiffchens, das eine bestimmte Anzahl von Centstücken tragen musste ohne unterzugehen. Dabei stellten einige Piraten fest, das sich einiges leichter anhört als es ist. Trotzdem gelang es am Ende der fleißigsten Piratengruppe den Schatz zu finden. Der "süße" Inhalt wurde dann aber unter allen Teilnehmern aufgeteilt. Nach diesen anstrengenden „Schatzsuchstunden“ wurde der Tag mit einer Spätschicht, die von „Ephraim Langstrumpf“ vorbereitet wurde, beschlossen. Thema war die Geschichte um die Leute von Swabedoo, die lernten, dass man wenn man etwas verschenkt, auch wenn es nur ein Lächeln oder ein Blick ist, immer etwas zurückbekommt. Praktisch setzten wir dies um, indem jeder von uns seinem Nachbarn etwas schenkte.

Nachdem der Samstag mit einer Frühschicht begonnen hatte, fing nach dem Frühstück unser Samstagsprogramm an. Dies sollte ein riesiges "Mensch ärgere dich nicht", auf "piratisch" gesagt "Entern oder Kentern" werden. Die Teilnehmer waren die Spielfiguren und auch sonst waren die Regeln bekannt. Nur dass es Aktionsfelder gab war neu. Diese konnten Pantomime, Rätsel oder verschiedene Piratenspiele beinhalten. So mussten zum Beispiel mit einem Fernrohr winzige Gegenstände am anderen Ende des Raumes erkannt werden. Einen besonderen Höhenpunkt bildeten die Schlachten, die die verschiedenen Gruppen ausfechten mussten, wenn zwei Spieler auf demselben Feld standen. Unser Ephraim musste beispielsweise an einem Zwiebackesswettbewerb gegen einen anderen Piraten teilnehmen.

Diejenige Gruppe, die die Schlacht gewann, durfte stehen bleiben, die andere musste zurück an den Anfang. Auch nach dem Mittagessen war die Motivation der Seeräuber ungebrochen und so wurde noch bis nachmittags weitergespielt und gekämpft. Erst gegen 16.00Uhr zog es uns, trotz des schlechten Wetters nach draußen, um Fußball, Volleyball, Billard, Tischtennis oder einfach nur Kicker zu spielen.

Auch nach dem leckeren Abendessen, war noch keine Müdigkeit zu spüren. Es ging weiter mit dem allseits bekannten Spiel "Nobody is perfect" bei dem es Ziel war, eine möglichst kreative Antwort auf eine eigentlich unlösbare Frage zu finden und zu hoffen, dass die gegnerischen Gruppen diese Antwort als die richtige festlegen. Dieser Spielabend bzw. diese Spielenacht endete erst gegen Mitternacht, doch dann sollte es erst so richtig losgehen. Es war Zeit für das Nachtgeländespiel. Jeder Pirat bekam ein Teelicht, das sein Lebenslicht anzeigen sollte. Die ganze Meute lief anschließend in ein nahes Waldstück um dem Spiel den passenden Rahmen zu geben. Ziel war es diesmal den Hüter des Schatzes zu finden, der wirr im Wald herumgeisterte. Jedes Mal wenn man ihn gefunden hatte, bekam man Taler, mit denen man dem Schatz ein Stück näher rückte. Auch dieses Spiel verlief ohne große Piratenkämpfe :-) und so machte man sich auf den Heimweg, um dann gegen 3 Uhr völlig erschöpft ins Bett zu fallen.

Doch Piraten durften nicht viel schlafen und so ging es am Sonntag um 8:00 zum Frühstück, bei dem dann auch Dieter Witzgall zu uns stieß. Er war extra aus Stadtsteinach angereist, um als Wortgottesdienstleiter unseren Gottesdienst mit vorzubereiten. Dazu teilte er uns nach dem Frühstück in Gruppen ein. Es gab eine Gruppe, die für Gebete und Fürbitten zuständig war, welche, die das Evangelium als Theaterstück umschreiben und später vorspielen sollten, eine Gruppe, die den Raum christlich ausgestalten und sich Dankgebete überlegen sollte und eine Liedergruppe. Gegen elf begann dann der wirklich eindrucksvolle Gottesdienst mit vielen modernen Kirchenliedern, einem praktisch dargestelltem Evangelium und einem Teil in dem man Zeit für sich selbst hatte und aufschreiben konnte, was der Glauben und die Kirche für jeden persönlich bedeutete. Somit kann man sagen, dass der Gottesdienst wie jedes Jahr das Highlight des Wochenendes bildete.

Nach dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen, wurde noch ein Gruppenbild gemacht und danach die Heimreise von einem christlichen, lustigen, wilden aber auch anstrengenden Piratenwochenende angetreten. Schiff ahoi!!!

 Katharina Korkisch

 

 

 

 

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Letzte Änderung: 30. Juni 2009
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