Komm, wir heben einen Schatz!
Klausurtag
unseres Pfarrgemeinderates
Eine
weit geöffnete Schatzkiste auf leuchtend rotem Seidenstoff - bereit, alle
Schätze, die wir finden würden, aufzunehmen – erwartete uns im Pfarrzentrum St.
Johannes in Kronach. Wir, zwölf Pfarrgemeinderatsmitglieder, Dekan Hans Roppelt
eingeschlossen, machten uns an einem Samstagmorgen auf den Weg, um unter
fachkundiger Führung und Begleitung von Frau Maria Edenharter
(Gemeindereferentin / Nürnberg) und Herrn Andreas Englert
(Pastoralreferent/Erlangen) auf Schatzsuche zu gehen.
Neugierig geworden durch das Märchen vom goldenen
Schlüssel, das unsere Vorsitzende Regina Stumpf zur Einstimmung vorlas, und
gestärkt nach dem Lied „Wer glaubt, ist nie allein!“ ließen wir uns
gemeinsam auf das Abenteuer ein. Erstaunliches förderten wir zutage, als es
darum ging, sich an herausragende positive Ereignisse zu erinnern, nach den
Gründen für das Gelingen von Aktionen und den dafür notwendigen
Rahmenbedingungen zu forschen. Es tat gut, sich ins Bewusstsein zu rufen,
welche Talente und Fähigkeiten in jedem von uns schlummern, auf dem Weg der
wertschätzenden Erkundung zu erfahren, worin die anderen die eigenen Stärken
sehen, denn nur allzu schnell geraten diese in der Hetze des Alltags in
Vergessenheit. Damit wir diesen Schatz nicht wieder verlieren, notierten wir
unsere „Kostbarkeiten“ auf verschieden farbigen Zetteln und legten diese auf
dem Boden aus.
So verfuhren
wir nach der wohlverdienten Mittagspause auch mit den Charismen und stellten
überrascht fest, dass sich nahezu jedem der aufliegenden/angebotenen Charismen
- vom Hirten über den Propheten, Diakon Wirt, Künstler, Lehrer, Spieler,
Schüler, Beter, Liebhaber bis hin zum König oder Geschichtenerzähler ein
Pfarrgemeinderatsmitglied zuordnete. Einige blieben allerdings auch frei! Doch
daraus ergaben sich unsere Wünsche und Hoffnungen, die wir wiederum schriftlich
festhielten und zusammen mit allen den anderen Schätzen in unsere Schatzkiste
packten.
Die sich
anschließende Reflexion ließ erkennen, dass jeder von uns sich nach diesem Tag
reich beschenkt fühlte. Einen würdigen Abschluss fand unser Klausurtag mit einer
Andacht, die wiederum Regina Stumpf eindrucksvoll gestaltete. Eingebettet in das
Lied „Schweige und höre“ erzählte sie uns das Märchen vom mutigen Königsbeamten,
der sich der Lösung eines schwierigen Problems stellte, und machte so auch uns
Mut, die vor uns liegenden Aufgaben anzupacken, denn: Nicht weil es schwer ist,
wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer!

Nach einem
gemeinsamen Gebet und einem Segenstanz traten wir ermutigt und hoffnungsfroh
den Heimweg an.
An dieser
Stelle sei den beiden Referenten sowie Regina Stumpf und Klaus Oberkofler ganz
herzlich gedankt für die Vorbereitung und Durchführung dieses
Klausurtages.
Ursula
Pfreundner