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Tagesausflug der EhrenamtlichenZu einem Tagesausflug nach Maria Kulm, Franzensbad und Eger waren die ehrenamtlichen Helfer der Pfarrei St. Michael in Stadtsteinach am vergangenen Samstag eingeladen. Wie gewohnt, hatte die ehemalige Pfarrsekretärin Marianne Hattinger ein reichhaltiges Besichtigungsprogramm ausgearbeitet, für das ihr Pfarrer Hans Roppelt gleich zu Beginn der Tagesreise seinen herzlichsten Dank aussprach. Bald hatte man den Marienwallfahrtsort „Maria Kulm“ in der Gemeinde Königsberg an der Eger erreicht und wurde von der dortigen Messnerin bereits erwartet, die alles für den geplanten Gottesdienst in der Gandenkapelle vorbereitet hatte. So hatte die Reisegruppe gerade Platz genug, um mit Pfarrer Hans Roppelt eine eindrucksvolle Eucharistiefeier zu begehen, bei der Dieter Buchwald die Lesung aus dem Buch Tobi, enthalten im Alten Testament, vortrug, in dem das Leben des blinden Propheten Tobits geschildert wird, der schließlich durch die Gnade Gottes am Ende seiner Tage sehend wurde. Diese Geschichte griff Pfarrer Hans Roppelt in seiner kurzen Ansprache auf und stellte fest, dass so mancher Mensch nicht nur mit den Augen blind sei, sondern auch in seinem Innern, mit seiner Seele blind geworden sei. Anhand einiger Beispiele erklärte er diese Feststellung. Im selbst, so Pfarrer Hans Roppelt, sei es erst in jüngster Vergangenheit passiert, dass er sich für die Mithilfe verschiedener Pfarrangehöriger bedankt habe und dass nun auch Jüngere dazu gestoßen seien. Prompt sei er einige Tage später daraufhin angesprochen worden mit dem versteckten Vorwurf, ob man denn nun die älteren Helfer abservieren möchte. Daran sei auf keinen Fall gedacht, so Pfarrer Hans Roppelt. „Ihr alle wisst, dass gerade durch die Einrichtung der Seelsorgebereiche noch mehr Aufgaben auf uns alle zukommen. Deshalb brauche ich Euch alle und danke Euch für Eure Bereitschaft und für Eure Unterstützung.“ Im Anschluss an den Gottesdienst erläuterte die Messnerin der Gruppe den Aufbau der Wallfahrtskirche, an der die Gnadenkapelle angebaut worden sei. Außerdem konnte sie in eindrucksvoller Weise aus der Geschichte der Wallfahrtskirche berichten. Deutlich aber wurde den Besuchern auch, dass hier trotz eines in Waldsassen ins Leben gerufenen Unterstützungsvereins, durch den bereits ein Teil der Bausubstanz gesichert werden konnte, noch erhebliche Mittel notwendig sind, um die über 40jährige Herrschaft des Kommunismus beseitigen und „Maria Kulm“ wieder seiner einstigen Blüte zuführen zu können. Etwas schwierig wurde es anschließend die Burg Vildstein in Skalná zu finden, da eine gesperrte Straße und die schlecht ausgeschilderte Umleitungsstrecke, die im Übrigen – wie sollte es anders sein – nur in Tschechisch beschildert war. Doch mit etwas Verspätung war auch dieses Hindernis gemeistert und die Gruppe wurde mit einem opulenten Mittagsmahl entschädigt. Als nächstes stand der bedeutende Kurort Franzensbad mit seiner langjährigen Tradition auf dem Programm, der ein fast vollständig erhaltenes Architektur-Ensemble aus dem 18. und 19. Jahrhundert umrahmt von ausgedehnten Parkanlagen vorzuweisen hat. Ein Bummel auf der Hauptstraße „Národni trida“ zwischen dem Brunnenhaus der Franzensquelle und dem Musikpavillon mit der davor stehenden Reiterstatue des Franziskus ließ die Herzen der Besucher höher schlagen und Franzensbad trotz eines kurzen Regenschauers in guter Erinnerung zu behalten. Auf der Weiterfahrt wartete in Eger die Stadtführerin Gabi, die zunächst aus der Geschichte Egers berichtete und anschließend in einer kurzen Rundfahrt die außen liegenden Sehenswürdigkeiten und anschließend in einem Stadtrundgang die interessanten Gebäude in der Altstadt erklärte. Dann führte die Fahrt über Thiersheim nach Stemmasgrün, wo im Landgasthof Gläßl das Abendessen eingenommen wurde. Am Ende der Tagesfahrt dankte Pfarrer Hans Roppelt noch einmal seiner ehemaligen Pfarrsekretärin Marianne Hattinger für die gute Vorbereitung und Durchführung dieser Reise sowie dem Chauffeur Adam Jakob für die umsichtige und sichere Fahrweise. Bilder dieser Tagesfahrt wie auch der im April stattgefundenen Fahrt zur Tulpenblüte nach Holland werden am Dienstag, 26. Juni 2007 im Pfarrheim gezeigt.
Aufmerksam lauschen die Besucher aus Stadtsteinach den Ausführungen der Messnerin von Maria Kulm
Manfred Ziereis
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