Ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienst
„Dass
wir uns der durch das gemeinsame Band der Taufe gestifteten Einheit bewusst sind
und bald – ohne Ängste und Einschränkungen – gemeinsam Mahl halten können“,
dieser Wunsch prägte den ökumenischen Tauferinnerungsgottesdienst, den die
evangelischen und katholischen Christen zusammen mit Pfarrerin Klinger und Dekan
Roppelt feierten. Gläubige aus beiden Gemeinden waren dazu im Rahmen des
Bistumsjubiläums, das die Konfessionen miteinander verbindet, in der Pfarrkirche
St. Michael zusammen gekommen. In Lesungen, Liedern und Gebeten dankten sie
Gott für das Geschenk der Taufe. „Braucht es denn einen solchen Gottesdienst
überhaupt?“, fragte Pfarrerin Klinger anschließend in ihrer Predigt, in der sie
auf die Bedeutung dieses gemeinsamen Sakraments näher einging, und ließ keinen
Zweifel an der Notwendigkeit des Gedenkens. Denn Gott, der uns Christen dieses
große Geschenk ohne unser Zutun macht und nicht nachlässt in seinem Bemühen um
uns, soll uns hier Vorbild sein in unserem Streben nach der Verwirklichung der
Einheit.
Sichtbaren Ausdruck fand im Anschluss an die Predigt
die Hinführung zur Erneuerung des Taufbekenntnisses am Taufstein mit dem von den
beiden Geistlichen über dem Wasser gesprochenen Lobpreis. An diesen schloss sich
das gemeinsam gebetete Apostolische Glaubensbekenntnis an. Danach zeichneten
Helferinnen und Helfer aus dem Arbeitskreis
Ökumene, der diesen Gottesdienst vorbereitet hatte, allen Gläubigen in
Erinnerung an die Taufe ein Kreuzzeichen mit Wasser, dem Leben spendenden
Element, in die geöffneten Hände. Mit den Fürbitten, die den Dank für die in
den letzten Jahrzehnten gewachsene Einheit unter den Christen und die Bitte für
eine baldige volle Tischgemeinschaft einschloss, dem gemeinsamen Vaterunser und
dem gemeinsamen abschließenden Segen endete dieser eindrucksvolle Gottesdienst.
Alle Besucher waren herzlich dazu eingeladen, diese Einheit bei einem
gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim mit Leben zu erfüllen.
Ursula Pfreundner