Ein Dienst für Gott und für die Gemeinde...
In einer
Wort-Gottes-Feier in unserer Kirche, Stadtsteinach wurden am Freitag, den 21.
November 2003, 22 Frauen und Männer als Gottesdienstbeauftragte für das Dekanat
Kulmbach ausgesandt.
Die
Beauftragung hatte Weihbischof H. Werner Radspieler aus Bamberg übernommen
Aus dem
ganzen Dekanat Kulmbach waren die künftigen Gottesdienstbeauftragten mit ihren
Pfarrern zusammengekommen und wurden von Dekan Hans Roppelt herzlich begrüßt.
Fast jede Gemeinde hat nun Menschen, die diesen
wichtigen Dienst übernehmen. Die Gegenwart hat es schon gezeigt: Priestermangel
zwingt Pfarrer dazu in mehreren Gemeinden tätig zu sein. Die tägliche Messfeier
wird schwieriger; in manchen Pfarreien kann auch nicht mehr jeden Sonntag
Eucharistie gefeiert werden. Teilweise können es Hauptamtliche übernehmen,
Wort-Gottes-Feiern zu gestalten und zu leiten, damit die Gemeinde die
Möglichkeit hat, gemeinsam das Wort Gottes zu hören und miteinander zu beten.
Aber was tun, wenn niemand da ist? Dann bleibt das Gotteshaus leer und man setzt
sich ins Auto, fährt viele Kilometer zur nächsten Messfeier. Diese Möglichkeit
bleibt jedem überlassen, aber das gemeinsame Zusammentreffen mit den Christen
hat einen hohen Wert und ist nicht zu ersetzen.
In seiner Predigt dankte der Weihbischof den Männern
und Frauen für ihren Mut und ihre Bereitschaft, den Dienst des
Gottesdienstbeauftragten zu übernehmen. Er bestärkte sie, dem Ruf Gottes zu
folgen, der an sie in ihren Alltag ergangen ist. Er ermutigte sie, diesen Dienst
als Chance für sich selbst und ihre Gemeinde zu sehen. Ängste und Unsicherheiten
sind nicht nötig, da die Kraft Gottes, der Heilige Geist, sie auf ihrem Weg
begleitet. Der Weihbischof verschwieg auch nicht die schwierigen Seiten des
Dienstes: Sicherlich gibt es „Anfechtungen“ aus den Gemeinden, sicherlich sind
die Gottesdienstbeauftragten auch „Lückenbüßer. Aber: es ist nichts Schlechtes
daran, dort einzuspringen, wo jemand fehlt und gebraucht wird. Wichtig ist
allein, dass durch ihren Dienst den Gemeinden vor Ort die Gelegenheit gegeben
wird, ihren Glauben gemeinsam zu leben, denn Jesu Christus hat gesagt: „wo zwei
oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Die
Gottesdienstbeauftragten hatten die Feier selbst mit vorbereitet und gestaltet:
In einem Taufgedächtnis luden sie die Gemeinde zur Erinnerung an die eigene
Taufe ein, sie erzählten von ihrer persönlichen Motivation zu diesem Dienst,
hatten Fürbitten vorbereitet und übernahmen viele Teile der Feier.
Seit
September 2002 haben sich die Frauen und Männer in monatlichen Treffen und 2
Wochenenden vorbereitet. Initiiert wurde dieser Kurs von Dr. Hans-Joachim
Ignatzi, dem Leiter der Abteilung liturgische Bildung des Erzbistums Bamberg
(übrigens bereits der 14. Kurs im Erzbistum), geleitet wurde er von
Pastoralreferentin Silke Weiser-Oberkofler. Von Weihbischof Werner Radspieler
bekamen die Kursteilnehmer am Ende der Feierstunde schließlich eine Urkunde und
ein Geschenk überreicht.
Neue
Wortgottesleiter sind nun: aus Bayreuth Thomas Fuchs, aus Stadtsteinach Monika
Hempfling und Regina Stumpf, aus Markt-schorgast Andrea Schiphorst, Anne Gaida
und Hannelore Arnold, aus Gefrees Maria Bauer, Hildegard und Helmut Steidl,
Irene Fick und Helga Hofmann, aus Presseck Anita und Reinhard Baar, Klara
Heinisch, Inge Simon und Robert Thern, aus Kulmbach Rainer Daum, aus Guttenberg
Karl Wenzel-Teuber, aus Ludwigschorgast Michaela Hildner, aus Kupferberg Inge
Schiffauer, aus Weismain Anita Rauch und aus Hohenberg Klaus Buß.
Für die
musikalische Gestaltung haben auf bewährte und beliebte Weise die Jugendband von
St. Michael, als Kantor Klaus Oberkofler und der Organist Christian Büttner
gesorgt. Damit das leibliche Wohl nach der Feierstunde in der Kirche nicht zu
kurz kam, dafür hatte das Team Pfarrheimbewirtung von St. Michael bestens
vorgesorgt.
Silke Weiser-Oberkofler