Das Mini-Wochenende in Hohenberg an der Eger
Vom 18. bis 20. Juli 2003 verbrachten 26
Ministranten und Pastoralreferent Klaus Oberkofler ein aufregendes Wochenende in
Hohenberg an der Eger. Nachdem sie alle Freitagnachmittag auf der Burg
angekommen waren, wurde die Truppe vom Jugendherbergeleiter eingewiesen und die
Zimmer verteilt. Weiterhin bekam jeder Ministrant und auch Herr Oberkofler ein
Namensschild mit einem mittelalterlichen Namen, den sich die Martina und die
Oberministrantin Steffi für die jeweilige Person ausgedacht haben. Die
treffenden Wortwahlen, Ausdrucksweisen und vor allem die Tatsache, dass man nur
mit dem Namen auf dem Namensschild angesprochen werden sollte, erheiterte die
Runde sehr. Die jungen Ministranten mussten danach ihre Betten selber überziehen
und manch einer kam da schon ins Grübeln, wie das nun funktionieren soll.
Während die einen noch mit Auspacken und Umräumen beschäftigt waren, begaben
sich die anderen schon auf dem Basketball- oder Volleyplatz im Innenhof der Burg
und nutzten so die Zeit bis zum Abendessen mit ein wenig Sport.

Nachdem alle gesättigt waren, stand eine Burgführung
auf dem Programm, die mit einem Highlight des Abends endete: der Folterkammer.
Hier wurden auf Wunsch der Allgemeinheit die „großen“ Minis Steffi, Sonja,
Martina und Tobias, sowie Klaus Oberkofler der Folterung mit mittelalterlichen
Methoden unterzogen, was sehr zur Erheiterung der Bande beitrug. Dadurch haben
es die Minis geschafft, dass die Betreuer und die Oberministrantin Steffi die
Nachtruhe etwas nach hinten verschoben. Den restlichen Abend wurden Spiele wie
„Nobody is Perfect“ in der Gemeinschaft durchgeführt und Lieder gesungen, die
Pastoralreferent Klaus Oberkofler auf seiner Gitarre begleitete.

Am nächsten
Morgen wurden alle Nachteulen von den Betreuern schon um 7 Uhr früh geweckt und
zu einem Morgenlauf aufgefordert, zu dem, in Anbetracht der frühen Stunde und
der, für manch einen doch relativ kurzen Nacht, nur wenige erschienen. Im
Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass dies alles nur ein Bluff war, um die
müden Ministranten aus den Federn zu locken. Natürlich wurden die Frühaufsteher
mit einer Kleinigkeit zu Naschen belohnt.
Im Laufe des
Vormittags fanden drei Workshops statt, weswegen die Mannschaft zu drei Gruppen
aufgeteilt wurde. Ein Workshop befasste sich mit der modellhaften Umsetzung
einer Bibelgeschichte in einem Schuhkarton, ein paar Leute übten einen Tanz ein
und die restlichen inszenierten eine kleine Theateraufführung zu einer
Bibelgeschichte.
Nach dem Mittagessen durften sich die Ministranten
mittelalterlich verkleiden und jeder sollte darauf achten, dass er so auszusehen
hat, wie sein Beruf auf dem Namensschild lautet. Durch ein Zufallsprinzip wurden
drei Gruppen gebildet und die jeweiligen Mitglieder an den Handgelenken
zusammengebunden. In diesem Zustand mussten sie gestellte Aufgaben lösen. Der
Trick bei den Aufgabenstellungen war, dass diese in Spiegelschrift geschrieben
waren. Jedoch wurde dies schnell durchschaut und jede Gruppe versuchte die ihr
auferlegten Aufgaben, wie das Komponieren eines Minnegesangs oder das Erkennen
von Gewürzen und Düften am Geruch, am besten zu meistern. Am Ende des
Nachmittags stellte sich dann heraus, dass alle drei Gruppen gleich gut waren.
Der Abend wurde wieder mit Spielen wie Volleyball, Twister, „Nobody Is Perfect“
und abschließend mit Liedern auf der Gitarre verbracht. Während die Minis sich
auf die Zimmer verzogen haben, zogen es die Betreuer vor im Gruppenraum das
gemeinsame Singen noch etwas fortzusetzen.

Gleich nach
dem morgendlichen Zimmerräumen, plante und feierte man einen Gottesdienst, zu
dem wieder in Gruppen eine kleine Inszenierung einer Bibelgeschichte eingeübt,
eine große Burg gemalt und Gebete und Lieder ausgewählt wurden. Obligatorisch,
wie nach jedem Ministrantenwochenende, wurde ein Feedback erstellt, in dem sich
jeder anonym äußerte, wie er den Aufenthalt auf Burg Hohenberg fand und welche
Wünsche er für die kommenden Miniwochenenden habe.
Tobias
Sesselmann