Die Sternsingeraktion „Dar un hogar“ unserer Ministranten
„Dar un hogar
- Kindern ein Zuhause geben“, unter diesem Motto stand heuer die
Sternsingeraktion des Kindermissionswerks und des Bundes der Deutschen
Katholischen Jugend. 38 Ministranten aus Stadtsteinach und Umgebung sammelten in
diesem Jahr für Kinder in Chile.

Wie in jedem
Jahr gingen die Sternsinger als Caspar, Melchior und Balthasar, so werden die
Weisen
seit dem 9. Jahrhundert genannt,
mit einem
Sternträger von Haus zu Haus. Die
drei Weisen aus dem Morgenland gelten als Vertreter der drei Rassen, der drei
Erdteile und der drei Lebensalter. Erst seit dem 12. Jahrhundert gibt es den
Mohrenkönig Melchior. Die Reliquien der Drei Könige wurden in Mailand verehrt
und 1164 nach Köln überführt, wo sie in einem Goldschrein im Dom aufbewahrt
werden. Dadurch bekam die Verehrung der Heiligen Drei Könige in Deutschland
großen Auftrieb. Die volkstümliche Bezeichnung "Fest der Hl. Drei Könige" hängt
wohl mit der Übertragung ihrer Gebeine von Mailand nach Köln im Jahr 1164
zusammen.

Nach altem
Brauch wünschten die Sternsinger Gottes Segen zum neuen Jahr und schrieben den
Segensspruch: 20* C + M + B + 03 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne
dieses Haus/Wohnung) an die Türen. Auch in diesem Jahr fanden sich viele Helfer,
die den Königen beim Ankleiden und Schminken zur Hand gingen. Aber auch für das
leibliche Wohl wurde bestens gesorgt, die Minstranten erhielten etliche
Einladungen zu Speis und Trank.

Als Ergebnis
konnte Oberministrantin Steffi Heiß am späten Abend des Dreikönigstages,
das Hochfest der "Erscheinung des Herrn" – Epiphanie,
die stattliche Summe von 5.888,67 € vermelden. Der Geldbetrag kommt
missbrauchten Kindersoldaten, Straßenkindern und unter Armut und Gewalt
leidenden Kindern aus Chile zugute. Mit den Spendengeldern soll dafür gesorgt
werden, dass kleine Soldaten zu ihren Familien zurück gebracht werden können.
Andere Kinder werden eine Betreuung in einer Kindertagesstätte bekommen, damit
sie nicht sich selbst überlassen sind. Orte in denen die Ärmsten der Armen
Schutz finden, sollen geschaffen werden.
Rosi Korkisch