Kidswochenende in Wunsiedel
Im Jahr 2010
gab es in der katholischen Jugendarbeit eine Neuerung. Es sollte nicht mehr nur
ein Wochenende für Jugendliche angeboten werden, sondern auch Kinder ab 10
Jahren konnten voll auf ihre Kosten kommen. So begannen bereits im Januar die
Vorbereitungen für das Kidswochenende, welches unter dem Motto „Fair-Play“
stehen und von 11.-13.06. stattfinden sollte.
Am Freitag,
den 11.Juni machten sich 20 Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren mit
sieben Betreuern am Nachmittag auf den Weg nach Wunsiedel in die Jugendherberge
am Katharinenberg. Nach der Ankunft wurden erstmal die Zimmer bezogen und das
Haus ausgekundschaftet. Man musste schließlich wissen, wo man die nächsten 2
Tage gemeinsam verbringen durfte. Bevor das Programm losgehen konnte, wurde
gemeinsam zu Abend gegessen, welches mit einem Gebetslied begonnen wurde.
Gegen 19.00
Uhr konnte es dann endlich losgehen. Stefanie Heiß machte den gespannten Kindern
deutlich, wie das Wochenende ablaufen wird und was es mit dem Thema „Fair-Play“
auf sich hatte. Sie erklärte, dass jeder Gruppenleiter eine gelbe und eine rote
Karte dabei hatte und diese bei eventuellem unfairen bzw. schlechtem Verhalten
auch zeigen würde. Das sollte für die Kinder ein Ansporn sein, sich das ganze
Wochenende fair zu verhalten.

Im Anschluss
daran, war es die Aufgabe der Kids sich für ihr Zimmerteam einen gemeinsamen
Gruppennamen, der natürlich mit „Fair-Play“ in Verbindung stehen sollte,
auszudenken. Zusätzlich dazu sollten sie sich ein Türschild und ein
Erkennungszeichen in Form eines Namenschildes basteln. Die letzte Aufgabe war es
sich einen Sprechgesang, ein Teamlied oder etwas Ähnliches auszudenken. Gegen
20.30 Uhr präsentierten die Gruppen ihr Gebasteltes und ihre Teamlieder. Es war
wirklich beeindruckend, wie kreativ die Kinder dabei waren. Vom Stadiongesang
über einen Rap bis hin zu einem Tanz war alles dabei.
Nach einer
kleinen Spielrunde mit Action- aber auch kleineren Denkspielen, begann die
Spätschicht, die von Pastoralreferent Klaus Oberkofler vorbereitet wurde.
Aufmerksam verfolgten die Kinder eine Geschichte, die als Moral beinhaltete,
dass man mit „Teamwork“ die besten Ergebnisse erzielen konnte. Im Rahmen dieser
kleinen Andacht wurde auch gemeinsam gesungen und eine Blume gebastelt, die auf
jedem ihrer Blätter den Namen eines Teilnehmers trug. Die Blütenblätter durften
die Kinder selbst gestalten, indem sie sich überlegen durften, welche Früchte
das „Teamwork“ bzw. die Gemeinschaft mit Jesus tragen kann.
Nachdem die
Spätschicht mit dem Vater Unser beendet wurde, gingen die Kinder müde, aber
gespannt auf den folgenden Tag, ins Bett.
Der Samstag
begann mit einer Frühschicht, die Praktikant Sven Raube vorbereitet hatte.
Inhalt war der Dank an Gott, dass er die Erde erschaffen hat. Die Kinder hörten
aufmerksam eine Geschichte aus dem Evangelium, in der Gott mit Noah und seinen
Söhnen einen Bund schließt, der mit einem Regenbogen bildlich deutlich werden
soll.

Danach ging es für alle zu einem ausgiebigen
Frühstück. Im Anschluss daran begannen die drei Workshops. Die 20 Kinder wurden
in 3 Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe an jedem Workshop teilnehmen sollte.
Der erste Workshop wurde von Stefanie Heiß und Sven Raube vorbereitet. Hier
beschäftigten sich die Kinder mit Bibelstellen und Gleichnissen und überlegten,
wie diese Stellen kreativ dargestellt werden konnten. Beim zweiten Workshop, den
Martina Kotschenreuther und Michael Korkisch vorbereitet hatten, sollten sich
die Kinder Wörter mit der Vorsilbe –VER und –FAIR und deren Bedeutung überlegen.
Die Ergebnisse wurden auf Plakaten kreativ festgehalten.
Katharina
Korkisch und Andreas Bobek bereiteten den dritten Workshop vor, der „Fremde
Religionen“ zum Thema hatte. Ziel dieses Workshops war es, die Gemeinsamkeiten
und Unterschiede zu unserer Religion herauszufinden und zu lernen, die Anhänger
anderer Religionen zu akzeptieren und zu tolerieren.
So verging
die Zeit bis zum Mittagessen wie im Flug. Nach dem Essen hatten die Kinder zwei
Stunden Freizeit, welche zum Fußballspielen, Volleyball spielen, Besuch des
Spielplatzes oder einfach zum Entspannen genutzt wurde. Um 15.00 Uhr wurde das „Fair-Play“-Programm
mit der Gestaltung einer Fahne fortgesetzt. Unter den verschiedensten, kreativen
und farbenfrohen Ideen entschied man sich für das Symbol des Verbundenseins aus
der Frühschicht. Somit kreierte man einen Regenbogen, indem die Hände alle
Teilnehmer in den entsprechenden Farben bestrichen wurden und nach und nach auf
die Fahne gedruckt wurden. Es entstand eine eindrucksvolle Gemeinschaftsarbeit.

Nach dem
gemeinsamen Abendessen folgte der „Bunte Abend“ im Rahmen eines Teamspiels
namens „Activity“. Hierbei wurden die Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt.
Durch Erklären, Pantomime und Malen mussten möglichst viele Begriffe erraten
werden, um sich schließlich den Sieg zu sichern. Am Ende schenkten die drei
Gewinnergruppen der etwas schwächeren Gruppe so viele Punkte, dass alle vier
Gruppen gleichauf waren. Daran konnte man beispiellos erkennen, dass alle
Teilnehmer das Motto „Fair Play“ verstanden hatten und auch umsetzen konnten.
Bei einem
spannenden Nachtgeländespiel, bei welchem die Kindern wieder in Gruppen mit
jeweils einem Gruppenleiter eingeteilt wurden, galt es die übrigen Gruppenleiter
anhand von Geräuschen, die sie mit Instrumenten machten, im Wald zu finden.
Daran hatten die Kinder merklich einen Riesenspaß.
Den Abend
ließ Klaus Oberkofler abermals mit einer Spätschicht ausklingen, die ihren
Abschluss in einem gemeinsamen Tanz fand.
Der letzte Tag sollte als Höhepunkt einen
gemeinsamen Gottesdienst beinhalten. Hierfür begannen die Vorbereitungen nach
dem Frühstück. Vier Gruppen waren für Teile des Gottesdienstes verantwortlich.
Eine Gruppe kümmerte sich um die spielerische Darstellung des Evangeliums, eine
andere um Danksagungen. Einige ließen sich Kyrierufe einfallen und schmückten
den Raum für den Gottesdienst, welcher in einem Tipi im Freien stattfand. Die
vierte Gruppe traf die Liedauswahl und überlegte sich Fürbitten. Dekan Hans
Roppelt kam extra aus Stadtsteinach angereist, um den Gottesdienst mit den
Kindern zu feiern. Der eindrucksvolle Gottesdienst war somit für alle ein
weiteres Highlight auf ihrem „Fair Play“- Wochenende.
Nach dem
letzten gemeinsamen Mittagessen, wurde ein Gruppenfoto gemacht, bevor die etwas
müden Kinder J
die Heimreise
von einem lustigen, religiösen, anstrengenden und natürlich fairen Wochenende
antraten.

Katharina
Korkisch