Erzbischof eröffnet die Pastoralkonferenz mit einem Vespergottesdienst in
Stadtsteinach
Mit
einem feierlichen Gottesdienst eröffnete Erzbischof Dr. Ludwig Schick die
Pastoralkonferenz in Stadtsteinach. Die Priester und Pater des gesamten
Dekanates waren nach Stadtsteinach gekommen, um mit dem Erzbischof einen
Gottesdienst zu feiern und vor allem, um das Gespräch zu suchen. „Ich bin
gekommen, um zu hören“, erklärte der Erzbischof im Vespergottesdienst, den Dekan
Hans Roppelt und der stellvertretende Dekan Peter Klamt neben dem Erzbischof mit
ausgestalteten. Die Schola sorgte für musikalische Ausschmückung.
Neben der
Frage, was den Priestern und Mitarbeitern Freude an der Kirche macht, wollte
sich der Erzbischof auch mit den Sorgen und Nöten und der Zukunft
auseinandersetzen. Offen sprach er nötige Strukturänderungen an.
„Wir haben in der Kirche derzeit große Sorgen. Denn
die Schlagzeilen sind nicht gut. Es gibt Missbrauchsvorwürfe, es ist geschlagen
worden, es ist gelogen worden und vertuscht. Das ist alles nicht gut und darf
nicht sein“, kommentierte Erzbischof Dr. Ludwig Schick die derzeitigen
Schlagzeilen. Die Zukunft wird nicht leicht werden, so der Erzbischof. Denn es
gibt immer weniger Seminaristen, Priester und Priesteranwärter. Allein im
Erzbistum Bamberg geht die Zahl der Katholiken alljährlich um ein paar Tausend
zurück. „Das liegt am Wegzug, an Kirchenaustritten, aber auch an der
demographischen Entwicklung“, sagte Schick. „Die Zukunft liegt im Verborgenen.
Aber es gibt jemanden, der weiß, wie sie aussieht. Und das macht uns frei und
zuversichtlich. Es wird viel Gutes auf uns zukommen“, sagte der Erzbischof und
betonte, dass er mit seinem Besuch ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht
setzen wolle. „Wir müssen im Augenblick sehr große Ohren haben, um zu hören, was
uns der Herr sagen möchte“, so der Erzbischof. Er rief die Priester und
pastoralen Mitarbeiter auf, Vernunft und Glaube walten zu lassen und positiv in
die Zukunft zu blicken.


Sonny Adam