Kindergartenfest am Sonntag, den 16.06.02
Petrus hatte ein Einsehen, kein einziger Regentropfen fiel, denn der Kindergarten St. Michael aus Stadtsteinach feierte bei strahlenden Sonnenschein sein diesjähriges Sommerfest. Pünktlich zu Beginn des Festes, das unter dem Motto -Unser Baum- stand, öffnete sich die Wolkendecke. In dem Stück „Der
fliehende Baum“ zeigten die Vorschulkinder eindrucksvoll ihr Können. Für reichlich Abwechslung sorgte eine, von Eltern und Erzieherinnen gestaltete, Spielstraße.
Zu Beginn hieß Elterbeiratsvorsitzende Heike Witzgall die Gäste herzlich willkommen und wünschte allen einen schönen Nachmittag. Dekan Hans Roppelt sagte, mit einem Blick in den sonnigen Nachmittagshimmel, zu den vielen kleinen und großen Zuschauern: „Ich werde mich mit meiner Rede beeilen, bevor es zu
regnen beginnt.“ Sein Dank galt seinem Kindergartenteam, dem Elternbeirat und allen, die sich bemühten dieses Fest so schön zu gestalten. Für großzügige Spenden seitens der Stadt Stadtsteinach, der Sparkasse und der Firma Concord bedankte sich Beate Ott, die Leiterin des Kindergartens, in ihrer Rede. Genau wie Dekan Roppelt sagte auch sie Dankesworte für ihre
Kolleginnen und den vielen Helfern aus der Elternschaft. Das diesjährige Motto „Unser Baum“, so Beate Ott, wurde den Kindern über das Jahr mit vielen eindruckvollen Aktionen nahegebracht. Alles über den Baum erfuhren hierzu die Kinder auch in einer Aktionswoche.
Im Anschluss an die Reden durften die Kinder endlich ran. Sie sangen zur Einstimmung das Lied „Ich bin da“, begleitet von Heike Buchholz auf der Gitarre.
Ungeduldig warteten die Vorschulkinder auf ihrer großen Auftritt. In ihrem Stück „Der fliehende Baum“ erzählten sie eine Geschichte über einen großen Lindenbaum (trotz der Hitze tapfer dargestellt von der kleinen Linda). Viele Jahre war dieser Baum der Mittelpunkt im Dorf, aber die
Menschen änderten sich. Die Straße um den Baum wurde verbreitert, die Leute warfen ihren Müll unter den Baum und die Linde wurde krank. So halfen die Tiere dem Baum seine Wurzeln zu befreien und in den Wald zu fliehen. Jetzt vermissten die Dorfbewohner ihren Baum, allen voran der kleine Peter (gespielt von der „Großen“ Lisa). Der Müll wurde wieder weggeräumt und die
Straße bekam eine Umleitung verpasst. Die Linde ließ sich nicht zweimal bitten und alle Kinder begleiteten den Baum wieder in die Mitte ihres Dorfes. Das freudige Ereignis wurde anschließend mit einem Tanz um die Linde gefeiert.
Das Geschehen verlagerte sich nun in den Spielplatz des Kindergartens. Eine Spielestrasse bot Abwechslung für jeden Geschmack. Ein Holzparcours stand natürlich im Mittelpunkt. Mit nackten Füßen konnten die Kinder hier Holz in
allen erdenklichen Formen, ob als Sägespäne oder Wackelbrett, ertasten. Ihr Können mit der Säge durften sie ebenso unter Beweis stellen wie beim Arbeiten mit Salzteig. Aus Müll sinnvolles Spielzeug herzustellen wurde, wie das Basteln von Schellen- und Glockenbändern angeboten. In einer Schminkecke verwandelte sich so manches Kind in eine Fantasiegestalt. Diese
Attraktionen wurden vom Kindergartenpersonal zusammen mit einigen Eltern gestaltet. Musikalisch ausgestaltet wurde der Nachmittag von der dreiköpfigen Band „Puck fair“, die mit Irish folk in Können unter Beweis stellten. Gerne „opferten“ zwei Kindergarten-Eltern, die Mitglieder der Band sind, ihren Nachmittag um die Gäste mit ihren Liedern zu unterhalten.
Um 17.00 Uhr hatte dann der Kasperl seinen großen Auftritt. Drei Elternbeiräte führten das Theaterstück „Kasperl und der grüne Wassermann“ mit ihren Handpuppen auf. Reges Interesse galt von Anfang an den kunstvoll gebastelten Sachen im Basar im Kindergarten. Für
das leibliche Wohl war mit Kaffee und Torten, aber auch Bratwürsten und Steaks reichlich gesorgt. Da das Wetter so manchen zum Schwitzen brachte, floss nicht nur Limo und Wasser in Strömen.
Rosi Korkisch
Weitere Schnappschüsse:
