Sankt Michaels Kirchplatz viel zu klein
Das Pfarrfest der katholischen Pfarrei Stadtsteinach am Fronleichnamstag wuchs sich zu einem Fest der Superlative aus. Bei traumhaft schönem Wetter strömten die Stadtsteinacher und viele Besucher des hiesigen Campingplatzes zum Kirchplatz im Zentrum der Stadt.
Das weithin bekannte Fest mit den sehr volksnahen Preisen zog in diesem Jahr die Menschenmassen wie ein Magnet an. Temperaturen um die 23°C machten aus jeder noch so versteckten Ecke einen Platz an der Sonne.
Pfarrer Hans Roppelt und seine „Band“

- Reinhold Rogen, Michael Schellenbach (jeweils Schifferklavier) und Wolfgang Heiß (Gitarre) - heizten dem Publikum mit schmissigen Liedern ein. Um 16.00 Uhr löste der Stadtsteinacher Musikverein unter der Leitung von Manfred Korkisch seine „Vorgruppe“ ab. Stadtsteinachs
bekanntes Aushängeschild, der Musikverein, der auch in diesem Jahr wieder das Kulmbacher Bierfest an einem Tag musikalisch mitgestalten wird, durfte den geplanten Feierabend um 19.00 Uhr noch lange nicht erhalten. Die sehr vielseitige Kapelle bot ein Programm das seinesgleichen sucht. Sogar Robbie Williams und Nicole Kidman (in Gestalt von Manfred Korkisch und Andrea Hücherig)
gaben mit „Somethin´ stupid“ ihr Debüt in Stadtsteinach. Dem Musikverein wurde mit regem Beifall für seinen Beitrag zur Ausgestaltung des Festes gedankt.
Aber nicht nur für die Erwachsenen wurde besten gesorgt. Von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sahen manche Eltern ihre Kinder nur zu einem Kurzbesuch am Tisch. Mittels eines Flohmarktes brachte so manches Kind seine Ware an den Mann und deckte sich dann mit dem Erlös bei den
„Kollegen“ mit neuen Sachen ein oder gab den Euro für Lose wieder her. Die Preise waren auch in diesem Jahr wieder von Stadtsteinacher Geschäftsleuten gespendet worden.
Das Kinderprogramm, von der Jugend und Pastoralreferent Klaus Oberkofler gestaltet, erwies sich als der Renner des Tages. In einer Spielstraße, in der es galt möglichst viele Punkte zu sammeln, wurde die Geschicklichkeit der kleinen Gäste gefordert. Eine eigens für
dieses Fest von Familie Bobek neu gebaute „Erbsenschlagmaschine“ begeisterte Groß und Klein. Dann mussten die Kandidaten ihr Können unter Beweis stellen: kleine Bälle mussten in Eimer geworfen werden. Der „Teebeutelweitwurf“, übrigens in verschiedenen Geschmacksrichtungen, der mit dem Mund ausgeführt wird, fand viele Lacher im Publikum. Als es hieß eine Schatzsuche
würde stattfinden, kamen erste Missverständnisse auf. Kinder machten sich in der Kirche auf die Suche nach versteckten Schätzen. Brauchbares wurde aber nicht gefunden. Und so klärte Klaus Oberkofler die verwirrten Kinder erst mal auf: Nicht in der Kirche sollte gesucht werden, nein eine mit Styropor gefüllte Kiste verbarg bunte Styroporkugeln, die in einer bestimmten Zeit
aus lauter weißen herausgefunden werden sollten. Anschließend wurde der Merkfuchs und der Blinde Esel gespielt. So manche Mutter wäre begeistert gewesen, wenn sie gesehen hätte, wie ihr Sohn oder die Tochter mit Topfhandschuhen an den Händen mit Begeisterung Wäsche an einer Leine aufhängt. Ein Junge mutierte sogar: Er rief begeistert aus, er sei der weltbeste Hausmann.
Der Höhepunkt des Tages aber war der Teamwettbewerb.

Ein Kind suchte sich einen Erwachsenen aus der Menge aus. Die beiden bildeten für dieses Spiel ein Zweierteam. Auch Pfarrer Roppelt und Bürgermeisterin Anneliese von Ramin waren mit von der Partie. Letztere lag sogar lange Zeit mit ihrem kleinen Partner in Führung. Der
Erwachsene schob das auf einem Skateboard stehende Kind, das auch noch einen angebohrten, mit Wasser gefüllten Becher, halten musste, über eine Strecke. Die Ehrlichkeit des Bürgermeisterteams wurde nicht belohnt: Einige „Betrüger“ erlangten mit unlauteren Mitteln, wie das Loch des Bechers einfach zuhalten, schnell bessere Ergebnisse. So manchem wurde beim
Wasserbombenfangspiel aber der Kopf wieder gewaschen. Schrubberball, das zweite Teamspiel forderte auch die Nerven der Zuschauer. Begeisterung wie bei einen großen Fußballspiel machte sich mit Lautstärke breit. Die Fans forderten von ihren Teams Höchstleistungen. Was zur Folge hatte, dass die 4 Teilnehmer des Viertelfinales als Sieger geehrt werden mussten, das kein
eindeutiger Gewinner ermittelt werden konnte.
Mit Urkunden und kleinen Preisen wurden anschließend die platzierten Kinder geehrt.
Da das Wetter es mit den Stadtsteinachern gut meinte, blieben viele Besucher des Festen noch bis lange nach dem geplanten Ende um 19.00 Uhr sitzen und ließen sich von den vielen freiwilligen Helfern verwöhnen.
Rosi Korkisch
Weitere Schnappschüsse:
