Überraschungen beim Konzert im Kerzenschein
Einige Überraschungen
erlebten die Besucher beim Konzert bei Kerzenschein in der Pfarrkirche St.
Michael in Stadtsteinach. Christian Büttner präsentierte mit der Kantorei, dem
Vokalquartett SANtastico und Markus Kühnlein (Orgel), Matthias Ploner (Gitarre)
und Detlef Purucker (Dudelsack) als Solisten unterschiedlichste Werke.

Das
Konzert bei Kerzenschein, das Christian Büttner in versierter Weise
zusammengestellt hatte, in der Pfarrkirche St. Michael barg Musik für jeden
Geschmack in sich. Für die Überraschung des Abends sorgte der Stadtsteinacher
Matthias Ploner. Der 24jährige, der bereits eine Ausbildung an der
Berufsfachschule in Kronach für klassische Gitarre und Ensembleleitung
abgeschlossen hat und als Gitarrenlehrer in Stadtsteinach und Kronach
freiberuflich tätig ist, steuerte zum Gelingen des Konzertes bei Kerzenschein
leise, moderne Lieder bei – und erzeugte Gänsehautstimmung von der ersten bis
zur letzten Note. Ohne Verstärker, ohne Effekte – einfach nur mit Musik der
schönsten Art. Schon mit „Hallelujah“ aus der Feder von Jeff Buckley, das durch
den Film Shrek und der Neuinterpretation durch Rufus Wainwright eine neue
Erfolgswelle erfahren hat, begeisterte der junge Musiker, der bereits als Teenie
angefangen hat, Gitarre zu spielen. Denn das Gitarrenspiel und sein
vorsichtiger, und doch sicherer Gesang, überzeugten. Auch mit Joan Osbornes „One
of us“ und mit John Wrights traurig-melancholische Ballade „Black clothes“
begeisterte Ploner.
Christian Büttner
setzte bei der Zusammenstellung des Konzertes, das durch das Motto „Cantate
domino“ eine gemeinsame Klammer fand, auf Abwechslung. Die Kantorei
konzentrierte sich auf klassische Lieder wie „Lobe den Herrn, meine Seele“, auf
Edward Elgars „Ave verum“, auf Mozarts bekanntes „Laudate Dominum“, bei dem
Ursula Pfreundner als Solistin brillierte“, oder auf Benjamin Brittens „Jubilate
deo“ und „Ehre sei Gott in der Höhe“. Doch mit „Cantate domino“ aus der Feder
des Komponisten Colin Mawby, mit John Rutters „A Clare Benediction“ und mit
Andreas Hantkes „Der Herr segne und behüte dich“ wagte sich die Kantorei auch an
Werke zeitgenössischer Komponisten.
Anspruchsvolles
brachte das Vokalensemble SANtastico, bestehend aus Ursula Pfreundner, Karin
Günther, Christian Büttner und Markus Kühnlein, mit „Hoc corpus“, „Aus der Tiefe
rufe ich Herr, zu dir“ und „O salutaris hostia“ zu Gehör.
Markus Kühnlein
steuerte zum Gelingen des Konzertes das Orgelsolostück“ Prière a Notre-Damen“
bei. Und Christian Büttner übernahm die Orgelbegleitung bei den Auftritten der
Kantorei.
Beim Konzert bei
Kerzenschein setzte Detlef Purucker aus Tambach mit seinem Dudelsack und mit
original schottischem Gala-Anzug samt Kilt, Prince-Charlie-Jacket und
Gillie-Schuhe, optisch und akustisch unüberhörbare Akzente. Denn der laute,
ungewöhnliche Klang des Dudelsackes stach aus allen Beiträgen hervor. Purucker,
der im echten Leben eigentlich Gärtner ist, spielte gemeinsam mit
Orgelbegleitung das Parade-Stück jedes Dudelsack-Pfeifers: „Highland Cathedral“.
Er interpretierte einen Marsch und „Song of joy“ und er interpretierte das
bekannte „Amazing grace“ mit dem Dudelsack.
Das Publikum zeigte
sich vom gesamten Konzert begeistert. Schließlich brachte die Kantorei als
Zugabe „Lobe den Herrn, meine Seele“ zu Gehör.
Sonny Adam
