Physik im Kindergarten
Nachdem sich die
katholische Jugend im Frühjahr dieses Jahr entschlossen hatte, wieder ein
Wochenende für Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren durchzuführen, konnten die
Vorbereitungen beginnen. In diesem Jahr beteiligten sich 11 Gruppenleiter an den
Vorbereitungsarbeiten für das anstehende Wochenende, wobei vor allem der
Nachwuchs Elias Ramming, Tobias Seuß, Max Heiß, Jonas Gleich und Fabian Schramm
dieses Mal schon kräftig mit anpackte und neue, kreative Ideen mit einbrachte.
Bereits wenige Tage nachdem die Anmeldephase begonnen hatte, waren die anfangs
20 reservierten Betten bereits vollständig ausgebucht. Glücklicherweise hatte
die Jugendherberge „Haus am Knock“ noch einige Betten frei, sodass sich am
15.Juli sage und schreibe 35 Kinder und Jugendliche auf dem Weg nach Teuschnitz
machten. Das diesjährige Thema lautete: „Beim Teutates – was glauben denn die
Römer?“. Ein gallisches Wochenende sollte es also werden in Anlehnung an die
Geschichten von Asterix und Obelix.
Die Ankunft am „Haus
am Knock“ erfolgte gegen 18.30 Uhr und so begannen die gemeinsamen Tagen mit
einem leckeren Abendbuffet. Anschließend durften alle Kinder ihre Zimmer
beziehen und sich kurz im Haus umsehen. Dann sollte es mit dem ersten
Programmpunkt losgehen. Es wurden einige Kennenlernspiele gemacht und das – wie
sich im Laufe des Wochenendes herausstellte – allseits beliebte Römerspiel
erklärt. Dabei mussten die Kinder mithilfe des bekannten Knobelspiels „Schere,
Stein, Papier“ in ihrem Rang aufsteigen. Ziel war es dabei vom Römer zu
Miraculix zu werden.

Nach dieser kurzen
Kennenlernphase ging es nun um das entsprechende Aussehen für das Wochenende.
Stilecht durften die Kinder sich entsprechend verkleiden und jeder durfte sich
einen Gallierhut basteln, auf dem dann auch der für jedes Kind vergebene
Galliername – angelehnt an seine Interessen oder Hobbys – zu lesen war.
Als dann jedes Kind
ein fast wie ein echter Gallier aussah, konnte es nun mit der ersten großen
Rallye losgehen. Diese Rallye fand auf dem Außengelände des Hauses statt und
startete bei Einbruch der Dunkelheit. Nach Einteilung der Gruppen ging es los.
Ziel des Spiels war es das Rezept des Zaubertrankes mithilfe verschiedener
Stationen herauszufinden und die Zutaten dann entsprechend beim Händler zu
kaufen. An den Stationen wurde gerätselt, um die Wette gegessen und Lieder
mussten erraten werden. Trotz einigen durch die Gruppenleiter eingebauten
Schwierigkeiten, lösten alle Gruppen das Rezept des Zaubertrankes. Um nach dem
rasanten, spannenden und anstrengenden Spiels zur Ruhe zu kommen, fand im großen
Gruppenraum anschließend noch eine kurze Spätschicht statt, wobei Klaus
Oberkofler wieder alle Früh- und Spätschichten des Wochenendes vorbereitete. In
der Spätschicht wurde eine Bibelstelle aus Jesaja vorgelesen, die das Thema
dieser kurzen Andacht verdeutlichte: „Ich habe dich in meine Hand geschrieben.
Du bist mein.“ Dieser sehr eindrucksvolle Satz sollte den Kindern verdeutlichen,
dass sie bei Gott geborgen sind. Als kreativen Teil durften die Kinder nach
einer weiteren kleinen Geschichte ihre eigene Hand auf Papier malen, diese
ausschneiden und in die Hand schreiben, wofür sie Gott danken möchten. Umrahmt
von einigen Liedern und einem gemeinsamen Gebet durften die Kinder ihre Hände in
die Mitte legen, wo ein kleiner Altar aufgebaut war.

Nach dem Ende der
Spätschicht fielen die Kinder müde in ihr Bett und tankten Kraft für den
nächsten spannenden Tag des gallischen Wochenendes.
Der Samstag begann
wieder mit einer Andacht. Diesmal standen nicht die Hände, sondern die Füße im
Vordergrund. Es wurde die bekannte Geschichte „Spuren im Sand“ vorgelesen und
einige gemeinsame Lieder gesungen. Anschließend durften die Kinder ihre Füße
aufmalen und ausschneiden und hineinschreiben, um was sie Gott bitten möchten.
Es folgte ein
gemeinsames Frühstück und die Workshops als ein Höhepunkt des Wochenendes. Dazu
wurden die Kinder in drei Gruppen eingeteilt, wobei die Gruppen nacheinander
alle Workshops besuchen durften. In einem der Workshops – vorbereitet von Max
Heiß und Michael Korkisch - ging es um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten
zwischen der evangelischen und katholischen Kirche. Die Kinder lernten diese
kennen und durften am Ende ein Quiz zum Thema lösen. In einem weiteren Workshop,
den Jonas Gleich, Fabian Schramm und Andreas Bobek entwickelt haben, erfuhren
die Kinder einiges über die römischen Götter und konnten sich mithilfe
verschiedener Materialen als diese verkleiden. Das war für viele der Kinder ein
Riesenspaß, bei dem sie einiges über die römische Kultur lernen konnten. Beim
dritten Workshop, den Stefanie Heiß und Katharina Korkisch betreuten, sollten
die Kinder sich überlegen, was sie tun müssen, um in Gottes Heeresschar zu
kommen und auch dort zu bleiben. Die Kinder hatten tolle Ideen, wie
Nächstenliebe, Teilen, Beten, usw.. Anschließend bildeten die Kinder aus diesen
Wörtern Reime und marschierten in verschiedenen Formationen diese Reime singend
auf der großen Wiese umher.
Nach dem Ende der
Workshops folgten das gemeinsame Mittagessen und die bis 16 Uhr dauernde
Mittagspause. Bei strahlendem Sonnenschein wurde während dieser Pause Fußball
gespielt, das Haus näher erkundet oder einfach in der Sonne entspannt.
Nach der mehr oder
weniger anstrengenden „Pause“ ging es mit einem Workshop weiter, der „Gottesbild
– Bild von Gott“ zum Thema hatte. Klaus Oberkofler versuchte mit verschiedenen
Spielen den Kindern zu verdeutlichen, dass jeder ein anderes Bild von Gott hat.
Jeder Inhalt des Workshops war auch eine Meditation bzw. eine Phantasiereise,
die die Kinder in völliger Stille mit auf eine Reise zu ihrem Gottesbild nahm.
Anschließend konnten die Kinder in Mal- und Bastelgruppen ihrem eigenen
Gottesbild mithilfe verschiedener Stifte und Materialien ein Gesicht geben,
indem jeder ein DIN A4 Blatt mit seinem Gottesbild gestalten durfte. Im
Anschluss durften alle Teilnehmer in einer kleinen Ausstellung die vielen
beeindruckenden Bilder bewundern.

Nach dem gemeinsamen
Abendessen folgte die Hausrallye „60 Hinkelsteine“. Dafür wurden die Kids wieder
in Gruppen eingeteilt und sollten sich einen gallischen Dorfnamen überlegen und
eine Gruppenflagge gestalten. Nach diesem kurzen kreativen Teil ging es los. Für
die Rallye wurden 60 kleine Zettel im ganzen Haus verteilt, auf denen jeweils
eine Aufgabe oder ein Rätsel stand. Durch einen Würfel wurde der jeweils nächste
zu suchende Zettel festgelegt, wobei alle Würfe zusammenaddiert wurden. Mit viel
Begeisterung flitzten die Kids durch das ganze Haus um die zum Teil gut
versteckten Zettel zu finden. Für jede gelöste Aufgabe erhielt die Gruppe die
entsprechende Anzahl an Hinkelsteinen. Ziel der Rallye war es als erste Gruppe
60 Hinkelsteine zu gewinnen und sich somit den Gesamtsieg zu sichern.
Nach diesem
kräftezehrenden Spiel rundete eine kurze Spätschicht den Samstag ab, in der die
Kinder diesmal kleine Flammen, als Zeichen für den Heiligen Geist, basteln und
hineinschreiben durften, was sie an diesem Tag be“geist“ert hat.
Nach Ende der kurzen
Andacht fielen alle Kinder völlig erschöpft in ihr Bett.
Der Sonntag sollte wie
immer einen weiteren Höhepunkt des Wochenendes beinhalten. Für unseren
Gottesdienst reiste extra Sven Raube an, um diesen gemeinsam mit den Kindern zu
feiern.
Die Kinder bereiten in
Gruppen die verschiedenen Teile des Gottesdienstes, wie Gebete, Fürbitten,
Lieder und das Evangelium vor.
Das Ergebnis war ein
toller und mitreißender Gottesdienst.
Nach dem letzten
gemeinsamen Mittagessen ging ein spannendes, lustiges, aufregendes und natürlich
gallisches Wochenende zu Ende.
Katharina Korkisch
