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Mein Vater Michael Lang stammt auch aus diesem Ort, der nahe der nordböhmischen Grenze liegt. Meine Mutter Katrin wurde im südeuropäischen Bulgarien, in der Industriestadt Sliven am Fuße des Balkanmassives, geboren. Dort leben heute noch meine Groß- und Urgroßeltern sowie einige Verwandte. Im Jahre 1992 zogen meine Familie - mein Vater, meine Mutter, meine Urgroßmutter - und ich nach Franken in das Dorf Grafendobrach im Landkreis Kulmbach. Schon kurze Zeit später zogen wir um in die Marktgemeinde Presseck, wo ich ab 1997 zunächst die Volksschule Presseck besuchte. Doch als mein Vater Michael im Oktober 1998 verstarb, zogen meine Mutter, mein am 25.5.1998 geborener Bruder Mike und ich wieder nach Annaberg-Buchholz. In dieser Stadt begann ich mich richtig wohl zu fühlen, weil mein Herz schon immer für die Heimat schlug. Ich besuchte 1999-2001 die Grundschule „Turnvater Jahn“, kurz darauf wechselte ich auf die Mittelschule „J. H. Pestalozzi“. In der alten Bergstadt Annaberg sang ich beim Kirchen-Kinderchor in der evangelisch-lutherischen Kathedrale St. Annen. Im Frühjahr 2002 wurde man auf meine heimatforscherischen Arbeiten aufmerksam, die ich aus Liebe zu meiner Heimatstadt ausübte. Ich wurde schließlich im „Erzgebirgemuseum Annaberg“ das jüngste Mitglied des Vereines der Heimatforscher. Eine wichtige Entscheidung meiner Mutter sollte nun all meine gewonnene Kraft wieder über den „Haufen werfen“: 2002 zog meine Mutter mit meinem Bruder, ihrem Lebensgefährten und mir wieder nach Presseck, da dort noch das Haus stand, welches uns gehörte. In Presseck ging ich zunächst noch ein halbes Schuljahr auf die dortige Volksschule, bevor ich auf die Volksschule Stadtsteinach wechselte. Anfänglich fiel es mir sehr schwer, mich von meiner „Lieblingsstadt“ Annaberg loszureißen, doch langsam lebte ich mich ein und fand Eingang in den Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde in Presseck. Ende 2003 trat ich dann noch in die Freiwillige Feuerwehr Presseck ein. In meiner Freizeit male ich. Es ist für mich eine Befreiung von allen Sorgen, mich mit Pinsel und Aquarell-Farben in die Natur zu begeben und mich nach Herzenslust auf dem Papiere auszulassen. Außerdem liebe ich die Musik, ich singe und höre gerne hauptsächlich Werke von J. S. Bach, Max Reger, Brahms, Smetana usw. So pflege ich zu sagen: „Mein Leben ohne Musik wäre wie ein unlustiger Witz“. Außerdem helfe ich als Messner in der Dreifaltigkeitskirche in Presseck. Z.B. läute ich die Glocken vor und nach den Gottesdiensten oder räume in der Kirche auf. Manchmal halte ich in kleinen Kreisen Andachten oder Gebetsrunden. Ich versuche vor allem, das Wort Gottes den jungen Presseckern nahe zu bringen und sie auf die Kirche aufmerksam zu machen, was sehr schwierig ist. Seit 2004 bin ich auch Redakteur in der Schülerzeitung „Rucksack“ der Volksschule Stadtsteinach. Freilich „muss“ ich auch meine Verwandten in Bulgarien besuchen. So ist es für mich selbstverständlich, dass ich bulgarisch sprechen und halbwegs lesen und schreiben kann. Wenn ich auf all die genannten Aktivitäten keine Lust habe, dann fahre ich Fahrrad - stundenlang! Und wenn mich das auch nicht glücklicher macht, dann lese ich Bücher über die Architektur, über Sachsen, über Gott und den rechten Glauben. Dass ich später beruflich etwas im künstlerischen Bereich machen möchte, lässt sich nicht verleugnen. Nicki Lang |
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